Erwartungen Protokoll unserer Runde vom 17.8.

*Infoveranstaltung

*neue Ideen (für Diplomarbeit, weiteren Weg in der Geographie, allgemein)

*Kennenlernen von anderen Ansätzen

*Push von Kritischer Geographie durch Studierende (Wer wenn nicht wir?)->langfristige Perspektive (Bewegung, Netzwerk,…)

*Studieren, diskutieren in Strukturen, die nicht an die Uni gebunden sind

*Interne marxistische Geographie

*Form von Vernetzung/Austausch

*gemeinsame Aktivitäten

*“Ding- das weiter hält“

*Kritische Geographie kennenlernen, Ansätze etc.

*optimistisch: auf Themen/Arbeitsfeld einigen, um dann gemeinsam zu arbeiten!
Evtl. auch übersetzen

*Kritische Geographie bekannter machen

*soll „informell“ bleiben

*Diskurse nach aussen artikulieren

*selbstverwaltetes Lernen

*Veröffentlichung/Veranstaltung/Leute einladen

*Konfrontation!

*Interessant: bundesweiter Rahmen

*Interesse ausserhalb der Uni

*Organisation -> kritische Geographie und Praxis (konfrontiert mit Hartz IV)

*Hoffnung auf kontinuierliches Projekt

*Utopie kritischer/marxistischer Geographie in Deutschland

*Neue Impulse durch Arbeitskreis für kritische Geographie

*Permanenz

*Internetseite

*Infoveranstaltung vs. langfristiges Projekt

Protokoll zu der Diskussionsrunde zum Text:“Geography, Marx & the Dialectics of Nature“ von Neil Smith & Phil O‘Keefe

Bemerkung: Dies ist eine Abschrift der bei der Diskussion erstellten „Pinnwand“-Sammlung.
Wir beschäftigten uns hauptsächlich damit die Marxsche Position zur Thema Natur -vermittelt durch Smith und O‘Keefe – herauszuarbeiten.
Anschließend versuchten wir ein kritische Positionen zum Verhältnis Gesellschaft – Natur in der Geographie zu finden und in Verbindung mit dem diskutierten Text.

1. Marx:
* Kapitalismus schafft neues Verhältnis zur Natur
* Natur geschichtlich betrachten, dann wird sie sozialwissenschaftskompartibel
* Es gibt keine Üursprüngliche` Natur (mehr), nur noch gesellschaftlich beeinflusste
* Kapitalismus führt Profit und Inwertsetzung in die Natur/ das Naturverhältnis ein (Gebrauchswert > Tauschwert)
* Erste Natur: Naturgesetze = fix
* Zweite Natur: gesellschaftliche „Natur“gesetze; z.B. ökonomische Gesetzmäßigkeiten
nicht fix, weil menschlich gemacht, jedoch geschichtlich bedingt; die zweite Natur existiert auf den Grundlagen/ in dem Rahmen der ersten Natur.
- Veränderungsspirale: menschliche Produktion & Arbeit verändert Natur > verändert Gesellschaft > verändert Mensch > verändert menschliche Produktion & Arbeit

2. Diskussion:
Physische/ Anthropogeographie

* Verknüpfung?
* multidisziplinäres Arbeiten – Fachgrenzen für kritische Geographie unnötig
* politische Ökologie – untersucht erste und zweite Natur
* Thema: Gentechnik
* Kritische Geographie = gesellschaftsverändernden Anspruch
* Veränderungsspirale (s.o.)
* Geographie an der gesellschaftlichen Trennung von Natur & Gesellschaft – geht das überhaupt? Eine einheitliche/holistische Geographie? Gab es die überhaupt schon mal?

Perspektiven Ergebnisse unserer Abschlussdiskussion mit allen einzelnen Ansätzen, die in Zukunft laufen oder laufen sollen

Bemerkung:
Dies ist eine Abschrift der bei der Diskussion erstellten „Pinnwand“-Sammlung. Nicht alle Ideen waren so konkreter Natur, dass sie als Projekt zur Umsetzung, taugen täten, nichtsdestotrotz wertvolle Worte.
Andere Projekte fanden ihre Umsetzer_Innen nicht, aus verschiedenerlei Gründen, sind für eine zukünftige Umsetzung offen.

Ideen, Perspektiven & Projekte: Umsetzung/ Bearbeitung

* Was ist für uns kritische Geographie? Kurzer Text Carsten, Timo, Sarah (1/2), Fabian, Sebastian

Als Diskussionsansatz/-start poste ich die Selbstdarstellung des Vereins „Kritische Geohraphie“ aus Österreich.
Wir können ja dann mal schaun, wie wir dazu stehen und wo wir Ergänzngsbedarf sehen.

Wer ist die Kritische Geographie?

Der Verein „Kritische Geographie“ ist eine sozialwissenschaftliche Gruppierung, die am Schnittpunkt von Wissenschaft, Schul- und Erwachsenenbildung eine kritische Analyse von Gesellschaft, ihrer Deutung und der Rechtfertigung bestehender Strukturen betreibt.
Ziel ist es, durch die Förderung, Verbreitung und Durchsetzung von kritischer Wissenschaft zur fortschrittlichen Veränderung menschlicher Gesellschaft beizutragen: im Sinn der Überwindung von ökonomischer Ausbeutung, politischer Unterdrückung, kultureller Entfremdung und gesellschaftlicher Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Rasse, nationaler/ethnischer Zugehörigkeit, Behinderung, sexueller Orientierung oder anderer Merkmale.
Die Kritische Geographie knüpft an die im anglo-amerikanischen und französischen Raum Ende der 1960er Jahre begonnene Auseinandersetzung mit der traditionellen Geographie und ihren bürgerlich-konservativen Inhalten an. Nach dem Motto „geography is what geographers do“ will die Kritische Geographie ein Rahmen für Leute unterschiedlicher theoretischer und politischer Ausrichtung sein, die an bestimmten gesellschaftlichen Themen interessiert sind und in unterschiedlichen Bereichen (Universität, Schule, Erwachsenenbildung, Medien etc.) arbeiten und sich engagieren.
Die Anfänge der Kritischen Geographie reichen ins Jahr 1982 zurück, als auf Initiative einer studentischen Gruppe an der Universität Wien die gleichnamige Zeitschrift entstand.1984 wurde der Verein „Österreichische Assoziation Kritischer Geographen“ gegründet, der neben der Publikationstätigkeit auch eine Plattform für eine demokratische, fortschrittliche Reform des Faches Geographie an Schule und Universität sein wollte. 1993 wurde der Vereinsname in Folge einer Neudefinition der Vereinsziele und -aktivitäten in „Österreichische Gesellschaft für Kritische Geographie“ geändert.
Im Jahr 2000 erfolgte die Umbenennung in „Kritische Geographie“, womit nun auch der Wirkungsbereich des Vereins über die Grenzen Österreichs hinaus unterstrichen werden soll.
Was macht die Kritische Geographie?

Tätigkeitsfeld kritischer GeographInnen ist nicht das in der traditionellen Geographie auserkorene Erkenntnisobjekt „Raum“, sondern die Gesellschaft als Ganzes. Zentrales Kriterium unserer Arbeit ist die gesellschaftliche Relevanz. Das erfordert das Aufgreifen aktueller Entwicklungen in der Gesellschaft, eine Überschreitung etablierter Disziplingrenzen, eine internationale Zusammenarbeit, das Verlassen abgeschotteter wissenschaftlicher Diskurse, die Aufbereitung kritischer Wissenschaft für Schule, Medien und Öffentlichkeit, und das Sich-Einbringen in politische Auseinandersetzungen.
Die Logik kapitalistischer, patriarchaler Gesellschaft erzeugt eine Reihe von Spannungsverhältnissen, die sich in Ungleichgewichten und Widersprüchen artikulieren. Die Auseinandersetzung mit diesen räumlichen, ökonomischen, geschlechtsspezifischen, sozial-kulturellen und ökologischen Ungleichheiten und ihr Rückbezug auf gemeinsame gesellschaftliche Ursachen sehen wir als Beitrag zur Erörterung des gesellschaftlichen Entwicklungsprozesses insgesamt. Postmoderne Beliebigkeit ist dabei ebenso zu vermeiden wie doktrinäre Welterklärung.

Aktuell sehen wir solche Widersprüche vor allem in Bezug auf

* die industrielle Verwertungslogik und die damit verbundene Zerstörung natürlicher Ressourcen, * territoriale Integration und Desintegration von Gesellschaften (Nord-Süd- bzw. Zentrum-Peripherie-Konflikte, innernationale Auseinandersetzungen und ethnische Separierung, intra-urbane Segregation), * Internationalisierung und Ethnisierung von Arbeitsmärkten (Migration, Rassismus), * Patriarchat, Sexismus und Diskriminierung von Frauen, * Erwerbsarbeit und soziale Marginalisierung.

Die Kritische Geographie

* bietet kontinuierliche inhaltliche Auseinandersetzung zu den oben genannten Themen * stellt relevante Fragen und sucht interdisziplinäre Antworten * verbindet weltanschaulichen Pluralismus mit radikaler Kritik * setzt inhaltliche Schwerpunkte statt disziplinäre Grenzen * will kritische Wissenschaft statt Kritik an einer Wissenschaft * ergreift Partei in gesellschaftlichen Konflikten

* Konkrete, lokale Forschungsprojekte zusammenfassen zu Reader

* Themenspezifische Zusammenarbeit wichtiger als gemeinsames Theoriefundament

* Readersammlung „geographische Allgemeinweißheiten widerlegen“ Micha, Anika, Nadine, Manfred, Sascha

* Diercke Wörterbuch der Geographie: Begriffe Kritik Jonathan, Iris

* Lehrinhalte geographischer Institute in BRD (& Österreich, & Schweiz) untersuchen) was mangelt, was kann Informelles ändern offen

* Anschaffungsvorschläge für Institutsbibliotheken(Auftrag an Alle: Rezensionen, Literaturliste auf der homepage)

* Internetseite, Flugis, Plakate, allgemeine Infos AG offen

* Verlust von öffentlichem Raum (thematisches Forschungsprojekt)Vorbereitung zum nächsten Treffen Münster4 & Bernd

ich halte zu diesem thema bald ein referat und schreib eine hausarbeit dazu, könnte also ein kleines inputreferat beim nächsten treffen oder sonst was dazu machen. – Sebastian

* Rassismus in der Geographie-Reader: Neuaulage Sascha, Carsten

* Kooperation mit anderen „Kritischen“, z.B. mit krit. Juristen zu Kameraüberwachung offen

* Internetverantwortlichkeit: Vorläufig (bis zum nächsten Treffen: Timo, Michael, Jonathan: Problematischer www-expertInnen-status

Workshopteil nächstes Treffen, ja, aber unklar wer´s orga.

* gemeinsam nen html/wiki-Kurs machen Sascha,

* Reader/Handapparat-Ordner in die Bibi stellen

* Wissenschaftskritik offen

* Veröffentlichungen in Uni/Institutsveröffentlichungen

* Thema, z.B. öff. Raum & Videoüberwachung in d. jew. Stadt s.o.

* Methodisch: vom Thema zum Theoretischen